Igel-Hilfe-Hotline

Auf dieser Seite werde ich Meldungen und Kommentare zum Verhalten der "Politik" in Sachen "Tier-, Natur- und Umwelt-Schutz" veröffentlichen, wobei es für mich völlig unerheblich ist, welche politische Ebene oder auch behördliche Institution davon betroffen ist. Auch thematisch grenze ich dabei nichts aus, denn Tier-, Natur- und Umwelt-Schutz sind nur gesamtheitlich zu verstehen und in sich nicht beliebig bzw. willkürlich teilbar.

Alle Beiträge auf dieser Seite werden im Monats-Rhythmus gewechselt, d.h. durch aktuelle Themen ausgetauscht.

Sollten Sie Presse-Mitteilungen finden, die sich ebenfalls mit dem Thema "Tier-, Natur- und Umweltschutz + Politik" befassen, können Sie mir diese gerne per E-Mail zur Veröffentlichung auf meiner Site zur Verfügung stellen. Bitte Quellen-Angabe und Datum nicht vergessen! Besten Dank im voraus.

Mitteilung des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) vom 01. April 2011

Klage gegen Biblis-Abschaltung zeigt: RWE-Manager ignorieren Fukushima-Gau.
BUND ruft RWE-Stromkunden zum Anbieterwechsel auf
Berlin: Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist die heute vom Energiekonzern Rheinisch-Westfälische Energiewerks AG (RWE) beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingereichte Klage gegen die Abschaltung des Atommeilers Biblis A ein Zeichen, dass „RWE wild entschlossen ist, die Augen vor den Folgen des Fukushima-Gaus zu verschließen“. „Vor Fukushima hat RWE-Chef Jürgen Großmann mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Verlängerung der AKW-Laufzeiten ausgekungelt. Jetzt lässt er seine Anwälte gegen das AKW- Moratorium klagen und zeigt damit, dass er die Ängste der Bevölkerung vor der Atomenergie nicht ernst nimmt“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Einen der ältesten und unsichersten Reaktoren in Deutschland per Klage wieder ans Netz zwingen zu wollen sei eine Unverschämtheit, sagte Weiger. Dies zeige einmal mehr, dass RWE seine Gewinninteressen gnadenlos vor die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung stelle. Die große Mehrheit der Bevölkerung wolle den Atomausstieg. Wenn RWE dies weiter ignoriere, müsse die Bundesregierung den Atomausstieg per Gesetz gegen die Stromkonzerne durchsetzen.

Der BUND sieht am Atomkraftwerksstandort Biblis in Hessen eine ganze Reihe von Sicherheits- defiziten. Beispielsweise könne Biblis A wie Biblis B abstürzenden Passagierflugzeugen nicht standhalten. Die von der hessischen Landesregierung angekündigten Nachrüstungsmaßnahmen für Biblis seien ebenfalls unzureichend. Zudem solle der Weiterbetrieb der Biblis-Meiler auch ohne separate Notstandswarte weiter erlaubt sein. Diese sei jedoch unerlässlich, um Reaktoren bei einem Störfall überhaupt noch bedienen zu können.

Unzureichend und unrealistisch seien auch die Notfallpläne des Atomkraftwerks Biblis. Bei einem Störfall gingen RWE und die Behörden in Hessen von einem Evakuierungsradius von lediglich zehn Kilometern aus. „Je nach Windrichtung können jedoch Gebiete bis zu 600 Kilometer entfernt von Biblis vom radioaktiven „fallout“ betroffen sein“, sagte der BUND-Vorsitzende Weiger. Er berief sich dabei auf eine Studie des Öko-Instituts von 2007.

Der BUND ruft alle RWE-Kunden auf, bei RWE zu kündigen und zu einem Ökostromanbieter zu wechseln. „Die RWE-Manager haben offensichtlich nichts verstanden, zeigen Sie RWE deshalb die Rote Karte“, sagte Weiger.

Copyright © 2015-2016-2017 Igel-Hilfe-Hotline

zum Seitenanfang